Die beste Server-Backup-Software im Jahr 2026 ist nicht ein einzelnes Produkt für alle Szenarien, sondern eine kurze Liste klar unterschiedlicher Plattformen: Datto SIRIS für MSPs, Unitrends für interne IT-Teams, Veeam für virtualisierte Umgebungen und Cohesity, Rubrik, Commvault oder NetBackup für große Enterprise-Landschaften. Wer Backup heute noch als Speicherfrage behandelt, verpasst den Punkt. Es geht um Wiederanlauf, Ransomware-Überleben, Bedienbarkeit unter Druck und darum, ob ein Team die Plattform am schlimmsten Tag des Jahres wirklich beherrscht.
Der Serverausfall ist nicht mehr das zentrale Schreckensbild. Die gefährlichere Variante ist der Ausfall, der wie ein Sicherheitsvorfall aussieht, sich über mehrere Systeme zieht und zugleich die Frage aufwirft, ob die Backups selbst noch vertrauenswürdig sind. In dieser Welt zählt nicht, ob eine Lösung Daten wegschreiben kann. Das können fast alle.
Die härtere Frage lautet: Kann sie einen Dienst schnell genug wiederherstellen, ohne kompromittierte Daten zurück in die Produktion zu schieben? Kann sie Recovery-Punkte gegen Löschung, Manipulation und Ransomware absichern? Und kann ein Administrator diese Entscheidungen nachts um zwei Uhr treffen, ohne erst ein Lizenzmodell, ein Cloud-Egress-Diagramm oder eine 90-seitige Runbook-Vorlage zu entschlüsseln?
Genau deshalb wirkt der klassische Vergleich von Backup-Software nach Feature-Listen zunehmend altmodisch. Im Jahr 2026 ist Backup eine Mischung aus Infrastruktur, Sicherheit, Cloud-Kostenkontrolle und Betriebsdisziplin. Die Plattform gewinnt nicht automatisch, weil sie die meisten Workloads abdeckt. Sie gewinnt, wenn sie zum Betriebsteam passt.
Die Zahlen hinter dieser Verschiebung sind brutal. ITICs Downtime-Erhebung für 2024 bezifferte eine Stunde Ausfall bei mehr als 90 Prozent der mittelgroßen und großen Unternehmen auf mindestens 300.000 Dollar. Selbst wenn man solche Zahlen mit der nötigen Skepsis gegenüber Durchschnittswerten liest, bleibt die Kernaussage unverändert: Recovery ist kein Backoffice-Prozess mehr. Es ist Umsatzschutz.
Das klingt banal, wird aber bei der Produktauswahl oft ignoriert. Eine Plattform kann technisch hervorragend sein und trotzdem für einen MSP zu viel manuellen Mandantenaufwand erzeugen. Umgekehrt kann ein MSP-natives System für ein Unternehmen ohne Dienstleistermodell unnötig kanalgebunden oder organisatorisch unpassend sein.
Datto SIRIS ist das beste Beispiel für diese Trennung. Die Plattform ist nicht einfach „Backup-Software“, sondern ein Business-Continuity-and-Disaster-Recovery-Angebot, das für MSPs gebaut wurde. Appliance, Cloud, Portal, Mandantenverwaltung und Wiederanlaufmechanik sind auf das Modell ausgerichtet, in dem ein Provider viele Kundenumgebungen zuverlässig betreiben muss.
Unitrends besetzt eine andere Rolle. Es richtet sich stärker an Organisationen, die ihre eigene Infrastruktur schützen möchten und dafür eine möglichst geschlossene, applianceartige Backup-Erfahrung suchen. Der Unterschied ist nicht nur ein Vertriebsdetail. Er bestimmt, wie Alerts fließen, wie Reports aussehen, wie Wiederherstellungen getestet werden und wer im Ernstfall die Verantwortung trägt.
Die technischen Bausteine sind auf schnelle Wiederaufnahme ausgelegt. Geschützte Server können lokal auf der SIRIS-Appliance oder in der Datto Cloud virtualisiert werden, statt erst vollständig auf neue Hardware zurückgespielt zu werden. Für Kunden ist das der Unterschied zwischen „wir stellen Daten wieder her“ und „der Dienst läuft wieder“.
Die häufigen Snapshots, die Datto mit seiner Inverse-Chain-Architektur bewirbt, adressieren ein altes Problem inkrementeller Backups: die Abhängigkeit von einer fehlerfreien Kette. Jede Wiederherstellung hängt in klassischen Modellen davon ab, dass alle relevanten Inkremente verfügbar und konsistent sind. Datto argumentiert, dass unabhängiger nutzbare Recovery-Punkte dieses Risiko reduzieren.
Für MSPs ist aber nicht nur die Technik wichtig. Entscheidend ist, dass Mandantenverwaltung, Alarmierung, Verifikation und Cloud-Failover in einem Betriebsmodell zusammenkommen. Wenn ein Provider dutzende oder hunderte Kunden betreut, ist jede zusätzliche Konsole ein Risiko. Datto SIRIS gewinnt hier, weil es die MSP-Perspektive nicht nachträglich an eine Enterprise-Plattform anschraubt.
Die Schattenseite ist ebenso klar. Wer keine MSP-Struktur hat, bekommt mit SIRIS nicht automatisch die beste Lösung. Unternehmen, die ihre eigene Infrastruktur direkt verwalten, dürften mit Unitrends, Veeam oder NAKIVO oft besser fahren, weil diese Werkzeuge weniger stark auf das Partnerliefermodell zugeschnitten sind.
Die Plattform ist für Unternehmen gedacht, die Schutz für physische Windows- und Linux-Server, VMware- und Hyper-V-VMs sowie zentrale Workloads wie SQL Server, Exchange und Active Directory benötigen. Sie kann als physische Appliance oder virtuell betrieben werden. Damit spricht Unitrends genau jene Organisationen an, die nicht jedes Backup-Element selbst designen wollen.
Der eigentliche Wert liegt in der Vereinfachung. Instant Recovery erlaubt es, geschützte Systeme als virtuelle Maschinen zu starten, während die Primärumgebung repariert wird. Automatisierte Backup-Verifikation soll nach Jobs prüfen, ob Wiederherstellungspunkte tatsächlich bootfähig sind. Das ist kein Luxus, sondern eine Kernanforderung.
Unitrends ist besonders stark für kleine und mittlere Unternehmen mit eigener IT, die ein vollständiges System wollen, aber keine Enterprise-Backup-Abteilung haben. Die Einschränkung liegt in komplexeren DR-Szenarien. Wer regelmäßige, anspruchsvolle Tests über Standorte hinweg durchführen will, braucht zusätzliche Architektur, etwa eine zweite Appliance oder ein sekundäres Deployment.
Die neueren Versionen schieben die Plattform stärker in Richtung Sicherheitsarchitektur. Hardened Linux Repositories, rollenbasierte Zugriffskontrolle, Vier-Augen-Freigaben und isolierte Recovery-Tests zeigen, wohin sich der Markt bewegt. Backup wird nicht mehr nur gegen Hardwareausfall gebaut, sondern gegen Angreifer, die Backups als erstes Ziel betrachten.
Gerade bei Veeam zeigt sich aber auch die Kehrseite mächtiger Plattformen. Die Lösung kann sehr viel, verlangt dafür aber Know-how, saubere Architektur und laufende Pflege. Repository-Design, Berechtigungen, Cloud-Tiering, Lizenzierung und Restore-Tests sind keine Nebensachen.
Für IT-Teams mit Kompetenz und Zeit ist Veeam hervorragend. Für MSPs mit vielen kleinen Kunden kann der fehlende native Multi-Tenant-Fokus jedoch zusätzlichen Betriebsaufwand bedeuten. Und für kleine Teams ohne Backup-Spezialisten kann die Freiheit der Plattform schnell zur Komplexitätsfalle werden.
Das Backup-Fundament ist solide. Image-basierte Sicherungen, inkrementelle Verfahren, Bare-Metal-Restore auf abweichender Hardware und Cloud-Replikation decken die üblichen Anforderungen ab. Die MSP-Variante, Acronis Cyber Protect Cloud, bietet Mandantenverwaltung und passt damit besser in Dienstleistermodelle als viele klassische Enterprise-Werkzeuge.
Der strategische Haken ist, dass Konsolidierung selten Best-of-Breed bedeutet. Ein integriertes Sicherheitsmodul ersetzt nicht automatisch eine spezialisierte EDR-Plattform. Eine gute Backup-Komponente ersetzt nicht automatisch die tiefste VM-Recovery-Funktionalität am Markt. Acronis gewinnt dort, wo Werkzeugreduzierung wichtiger ist als maximale Tiefe in jeder Einzeldisziplin.
Für Organisationen, die Tool-Sprawl bekämpfen müssen, ist das ein realistischer Kompromiss. Für Umgebungen mit hohen Sicherheitsanforderungen oder sehr komplexen Recovery-Szenarien sollte man aber nüchtern prüfen, ob die All-in-one-Erzählung den eigenen Risiken standhält.
Dieser Ansatz hat echte Vorteile. Wer bereits einen bevorzugten Objekt-Storage-Anbieter nutzt oder Speicherpreise aggressiv optimieren möchte, kann MSP360 passend einbauen. Unterstützung für Windows Server, SQL Server, Exchange, VMware, Hyper-V und Linux deckt viele typische SMB- und Midmarket-Szenarien ab.
Gleichzeitig verschiebt MSP360 Verantwortung auf den Betreiber. Speicher, Immutability, Egress-Kosten, Lifecycle-Policies und Wiederherstellungsarchitektur müssen sauber geplant werden. Ein integrierter DR-Cloud-Dienst wie bei Datto gehört nicht automatisch zum Paket.
Für preis- und architekturbewusste Teams ist das kein Nachteil, sondern der Grund für die Wahl. Für Organisationen, die eine fertig integrierte Wiederanlaufplattform suchen, kann es dagegen zu viel Baukasten sein.
Der Reiz liegt in der Kombination aus Funktionsumfang und Bedienbarkeit. Instant VM Recovery, Bare-Metal-Restore, granulare Wiederherstellung und anwendungskonsistente Backups für SQL Server, Exchange und Active Directory sind keine exotischen Enterprise-Funktionen mehr. NAKIVO bringt sie in ein Paket, das für kleinere Teams zugänglich bleibt.
Besonders wichtig ist die Unterstützung für Immutability und automatisierte Backup-Tests. SMBs sind längst nicht mehr zu klein, um Ziel von Ransomware zu sein. Im Gegenteil: Gerade kleinere Organisationen sind oft anfälliger, weil sie weniger Security-Personal und weniger getrennte Recovery-Infrastruktur haben.
NAKIVO ist aber keine MSP-Plattform im engeren Sinn. Wer viele Kundenumgebungen zentral, mandantenfähig und mit serviceorientierten Workflows verwalten muss, wird Grenzen spüren. Für interne IT-Teams mit überschaubarem Budget ist es dagegen eine der glaubwürdigeren Wertoptionen.
Cohesity DataProtect setzt auf eine scale-out, hyperkonvergente Datenplattform. Backup, Wiederherstellung, Dateidienste und Analytics sollen in einer einheitlichen Architektur zusammenlaufen. Mit DataHawk und Sicherheitsintegrationen positioniert Cohesity die Plattform klar im Markt für Cyber Resilience, nicht nur im klassischen Backup-Segment.
Rubrik Security Cloud verfolgt eine ähnliche Stoßrichtung, betont aber stark die Sicherheits- und Untersuchungsseite. Immutable Storage, air-gapped Konzepte, Bedrohungsanalyse und geführte Recovery zum letzten sauberen Punkt sind auf Ransomware-Szenarien zugeschnitten. Das ist für große Unternehmen relevant, weil dort die entscheidende Frage oft nicht lautet, ob ein Backup existiert, sondern welches Backup sauber genug ist.
Commvault bleibt der Schwerlasttransporter für heterogene Umgebungen. Die Plattform deckt eine enorme Zahl von Betriebssystemen, Anwendungen, Datenbanken, Cloud-Diensten und modernen Workloads ab. Ihre Stärke ist Breite. Ihre Schwäche ist, dass diese Breite Fachwissen verlangt.
Veritas NetBackup wiederum steht für den klassischen Enterprise-Backup-Markt: petabytefähige Skalierung, deduplizierte Speicherung, Tape- und Cloud-Tiering, große Datenbanklandschaften und lange Compliance-Historie. Nach Cohesitys Übernahme des Veritas-Enterprise-Data-Protection-Geschäfts bleibt NetBackup ein wichtiges Produkt, aber nun innerhalb eines konsolidierten Portfolios. Für Kunden ist das Chance und Unsicherheit zugleich: mehr strategische Schlagkraft, aber auch die Frage, wie Roadmaps langfristig zusammengeführt werden.
Immutable Storage ist deshalb nicht mehr optional. Backups müssen so gespeichert werden können, dass selbst privilegierte Konten sie nicht einfach verändern oder löschen. Das klingt streng, ist aber realistisch: Ein kompromittiertes Admin-Konto ist in vielen Angriffen kein Sonderfall, sondern Teil der Angriffskette.
Ebenso wichtig ist Verifikation. Ein Backup, das nie testweise gestartet wurde, ist ein Versprechen, kein Nachweis. Plattformen wie Datto, Unitrends, Veeam, NAKIVO und andere setzen deshalb auf automatisierte Prüfungen, Screenshot-Verifikation, Sandbox-Recovery oder Testläufe. Der Trend ist eindeutig: Der Markt akzeptiert nicht mehr, dass Wiederherstellbarkeit erst im Ernstfall geprüft wird.
Der dritte Punkt ist saubere Isolation. Enterprise-Plattformen sprechen von Cleanroom Recovery, isolierten Sandboxes oder geführter Wiederherstellung zum letzten sauberen Punkt. Das ist mehr als Marketing. Nach einem Angriff will niemand einen Domain Controller zurückspielen, der die gleiche Persistenz des Angreifers wieder in Betrieb nimmt.
Für MSPs ist Vorhersehbarkeit besonders wichtig. Wenn ein Restore Kosten auslöst, die erst im Ernstfall sichtbar werden, ist das ein schlechtes Servicemodell. Kunden wollen im Ausfall wissen, wann sie wieder arbeiten können, nicht welche Cloud-Rechnung gerade entsteht.
Für interne IT-Teams ist die Gleichung anders, aber nicht einfacher. Eine scheinbar günstige Plattform kann teuer werden, wenn sie mehr Personalzeit verlangt. Eine teurere Appliance kann sich rechnen, wenn sie Integration, Verifikation und Wiederherstellung vereinfacht. Der Preis einer Backup-Lösung ist immer auch der Preis ihrer Bedienung.
Deshalb ist der Vergleich „pro Terabyte“ oder „pro Workload“ allein zu flach. Die bessere Frage lautet: Was kostet ein erfolgreich getesteter Wiederanlauf über drei Jahre? Darin stecken Lizenzen, Speicher, Netzwerkkosten, Personal, Tests, Schulung, Dokumentation und die Wahrscheinlichkeit, dass im Ernstfall alles zusammenhält.
Unitrends ist stark für Unternehmen, die ein all-in-one Backup-System bevorzugen und physische sowie virtuelle Workloads ohne großen Plattformbau schützen möchten. Die Appliance-Logik vereinfacht vieles, kann aber in anspruchsvollen DR-Testarchitekturen zusätzliche Planung erfordern.
Veeam bleibt die naheliegende Wahl für virtualisierte und technisch reife Umgebungen. Es ist mächtig, flexibel und breit integriert, verlangt aber Backup-Kompetenz. Wer Veeam nur „installiert“ und nicht architektonisch betreibt, verschenkt den Vorteil.
Acronis eignet sich für Teams, die Backup und bestimmte Security-Funktionen konsolidieren wollen. MSP360 passt zu Organisationen, die Speicherkontrolle und Cloud-Flexibilität höher gewichten als ein geschlossenes DR-Cloud-Erlebnis. NAKIVO ist die starke SMB-Option für Teams, die gute VM- und Serverabdeckung ohne Enterprise-Schwere suchen.
Cohesity, Rubrik, Commvault und NetBackup gehören in große, heterogene Enterprise-Umgebungen. Dort können sie ihre Stärken ausspielen: Skalierung, Datenklassifizierung, Cyber-Recovery, Legacy-Abdeckung, Datenbanktiefe und Governance. In einer kleinen Umgebung wären sie häufig nicht überlegen, sondern überdimensioniert.
Backup ist 2026 kein Archiv mehr, sondern ein Betriebsmodell
Der Serverausfall ist nicht mehr das zentrale Schreckensbild. Die gefährlichere Variante ist der Ausfall, der wie ein Sicherheitsvorfall aussieht, sich über mehrere Systeme zieht und zugleich die Frage aufwirft, ob die Backups selbst noch vertrauenswürdig sind. In dieser Welt zählt nicht, ob eine Lösung Daten wegschreiben kann. Das können fast alle.Die härtere Frage lautet: Kann sie einen Dienst schnell genug wiederherstellen, ohne kompromittierte Daten zurück in die Produktion zu schieben? Kann sie Recovery-Punkte gegen Löschung, Manipulation und Ransomware absichern? Und kann ein Administrator diese Entscheidungen nachts um zwei Uhr treffen, ohne erst ein Lizenzmodell, ein Cloud-Egress-Diagramm oder eine 90-seitige Runbook-Vorlage zu entschlüsseln?
Genau deshalb wirkt der klassische Vergleich von Backup-Software nach Feature-Listen zunehmend altmodisch. Im Jahr 2026 ist Backup eine Mischung aus Infrastruktur, Sicherheit, Cloud-Kostenkontrolle und Betriebsdisziplin. Die Plattform gewinnt nicht automatisch, weil sie die meisten Workloads abdeckt. Sie gewinnt, wenn sie zum Betriebsteam passt.
Die Zahlen hinter dieser Verschiebung sind brutal. ITICs Downtime-Erhebung für 2024 bezifferte eine Stunde Ausfall bei mehr als 90 Prozent der mittelgroßen und großen Unternehmen auf mindestens 300.000 Dollar. Selbst wenn man solche Zahlen mit der nötigen Skepsis gegenüber Durchschnittswerten liest, bleibt die Kernaussage unverändert: Recovery ist kein Backoffice-Prozess mehr. Es ist Umsatzschutz.
MSPs brauchen andere Backup-Software als interne IT-Abteilungen
Der wichtigste Trennstrich im Markt verläuft nicht zwischen „klein“ und „groß“, sondern zwischen Dienstleisterbetrieb und Eigenbetrieb. Ein MSP verwaltet viele Mandanten, viele Umgebungen und viele Ausfallrisiken gleichzeitig. Eine interne IT-Abteilung optimiert dagegen für ihre eigene Infrastruktur, ihre eigenen Compliance-Anforderungen und ihre eigenen Wiederanlaufprioritäten.Das klingt banal, wird aber bei der Produktauswahl oft ignoriert. Eine Plattform kann technisch hervorragend sein und trotzdem für einen MSP zu viel manuellen Mandantenaufwand erzeugen. Umgekehrt kann ein MSP-natives System für ein Unternehmen ohne Dienstleistermodell unnötig kanalgebunden oder organisatorisch unpassend sein.
Datto SIRIS ist das beste Beispiel für diese Trennung. Die Plattform ist nicht einfach „Backup-Software“, sondern ein Business-Continuity-and-Disaster-Recovery-Angebot, das für MSPs gebaut wurde. Appliance, Cloud, Portal, Mandantenverwaltung und Wiederanlaufmechanik sind auf das Modell ausgerichtet, in dem ein Provider viele Kundenumgebungen zuverlässig betreiben muss.
Unitrends besetzt eine andere Rolle. Es richtet sich stärker an Organisationen, die ihre eigene Infrastruktur schützen möchten und dafür eine möglichst geschlossene, applianceartige Backup-Erfahrung suchen. Der Unterschied ist nicht nur ein Vertriebsdetail. Er bestimmt, wie Alerts fließen, wie Reports aussehen, wie Wiederherstellungen getestet werden und wer im Ernstfall die Verantwortung trägt.
Datto SIRIS bleibt der MSP-Maßstab, weil es Recovery als Serviceprodukt denkt
Datto SIRIS ist 2026 die naheliegende Wahl für MSPs, die Backup nicht als Nebendienst, sondern als skalierbares BCDR-Angebot verkaufen und betreiben wollen. Der Kern der Plattform liegt in der Kombination aus lokaler oder virtueller Appliance, Datto Cloud und zentralem Partner-Portal. Das ist weniger flexibel als ein selbst zusammengestellter Multi-Vendor-Stack, aber genau darin liegt der operative Vorteil.Die technischen Bausteine sind auf schnelle Wiederaufnahme ausgelegt. Geschützte Server können lokal auf der SIRIS-Appliance oder in der Datto Cloud virtualisiert werden, statt erst vollständig auf neue Hardware zurückgespielt zu werden. Für Kunden ist das der Unterschied zwischen „wir stellen Daten wieder her“ und „der Dienst läuft wieder“.
Die häufigen Snapshots, die Datto mit seiner Inverse-Chain-Architektur bewirbt, adressieren ein altes Problem inkrementeller Backups: die Abhängigkeit von einer fehlerfreien Kette. Jede Wiederherstellung hängt in klassischen Modellen davon ab, dass alle relevanten Inkremente verfügbar und konsistent sind. Datto argumentiert, dass unabhängiger nutzbare Recovery-Punkte dieses Risiko reduzieren.
Für MSPs ist aber nicht nur die Technik wichtig. Entscheidend ist, dass Mandantenverwaltung, Alarmierung, Verifikation und Cloud-Failover in einem Betriebsmodell zusammenkommen. Wenn ein Provider dutzende oder hunderte Kunden betreut, ist jede zusätzliche Konsole ein Risiko. Datto SIRIS gewinnt hier, weil es die MSP-Perspektive nicht nachträglich an eine Enterprise-Plattform anschraubt.
Die Schattenseite ist ebenso klar. Wer keine MSP-Struktur hat, bekommt mit SIRIS nicht automatisch die beste Lösung. Unternehmen, die ihre eigene Infrastruktur direkt verwalten, dürften mit Unitrends, Veeam oder NAKIVO oft besser fahren, weil diese Werkzeuge weniger stark auf das Partnerliefermodell zugeschnitten sind.
Unitrends verkauft die alte Appliance-Idee mit modernerem Recovery-Anspruch
Unitrends ist interessant, weil es eine fast altmodische Idee wieder relevant macht: eine Backup-Appliance, die Software, Speicher, Deduplizierung und Cloud-Replikation in einem Paket bündelt. In einer Zeit, in der viele Hersteller „cloud-native“ als Allzweckantwort verkaufen, bleibt dieser Ansatz für viele IT-Teams attraktiv. Weniger Komponenten bedeuten weniger Integrationsarbeit.Die Plattform ist für Unternehmen gedacht, die Schutz für physische Windows- und Linux-Server, VMware- und Hyper-V-VMs sowie zentrale Workloads wie SQL Server, Exchange und Active Directory benötigen. Sie kann als physische Appliance oder virtuell betrieben werden. Damit spricht Unitrends genau jene Organisationen an, die nicht jedes Backup-Element selbst designen wollen.
Der eigentliche Wert liegt in der Vereinfachung. Instant Recovery erlaubt es, geschützte Systeme als virtuelle Maschinen zu starten, während die Primärumgebung repariert wird. Automatisierte Backup-Verifikation soll nach Jobs prüfen, ob Wiederherstellungspunkte tatsächlich bootfähig sind. Das ist kein Luxus, sondern eine Kernanforderung.
Unitrends ist besonders stark für kleine und mittlere Unternehmen mit eigener IT, die ein vollständiges System wollen, aber keine Enterprise-Backup-Abteilung haben. Die Einschränkung liegt in komplexeren DR-Szenarien. Wer regelmäßige, anspruchsvolle Tests über Standorte hinweg durchführen will, braucht zusätzliche Architektur, etwa eine zweite Appliance oder ein sekundäres Deployment.
Veeam ist stark, wenn Virtualisierung das Zentrum der Welt bleibt
Veeam Backup & Replication bleibt eine der wichtigsten Plattformen für virtualisierte Umgebungen. In VMware- und Hyper-V-lastigen Rechenzentren hat Veeam über Jahre Vertrauen aufgebaut, weil es VM-Schutz, Instant Recovery, Replikation und anwendungsnahe Wiederherstellung sehr breit abdeckt. Wer tief in virtuellen Workloads steckt, kommt an Veeam kaum vorbei.Die neueren Versionen schieben die Plattform stärker in Richtung Sicherheitsarchitektur. Hardened Linux Repositories, rollenbasierte Zugriffskontrolle, Vier-Augen-Freigaben und isolierte Recovery-Tests zeigen, wohin sich der Markt bewegt. Backup wird nicht mehr nur gegen Hardwareausfall gebaut, sondern gegen Angreifer, die Backups als erstes Ziel betrachten.
Gerade bei Veeam zeigt sich aber auch die Kehrseite mächtiger Plattformen. Die Lösung kann sehr viel, verlangt dafür aber Know-how, saubere Architektur und laufende Pflege. Repository-Design, Berechtigungen, Cloud-Tiering, Lizenzierung und Restore-Tests sind keine Nebensachen.
Für IT-Teams mit Kompetenz und Zeit ist Veeam hervorragend. Für MSPs mit vielen kleinen Kunden kann der fehlende native Multi-Tenant-Fokus jedoch zusätzlichen Betriebsaufwand bedeuten. Und für kleine Teams ohne Backup-Spezialisten kann die Freiheit der Plattform schnell zur Komplexitätsfalle werden.
Acronis setzt auf Konsolidierung, aber Konsolidierung ist kein Freifahrtschein
Acronis Cyber Protect verfolgt eine andere Strategie: Backup, Anti-Malware, Patch-Management, URL-Filterung und Schwachstellenfunktionen sollen in einem Agenten und einer Konsole zusammenlaufen. Für viele kleinere IT-Teams und MSPs ist diese Idee verführerisch. Weniger Agenten bedeuten weniger Konflikte, weniger Rollout-Arbeit und weniger Lieferantenmanagement.Das Backup-Fundament ist solide. Image-basierte Sicherungen, inkrementelle Verfahren, Bare-Metal-Restore auf abweichender Hardware und Cloud-Replikation decken die üblichen Anforderungen ab. Die MSP-Variante, Acronis Cyber Protect Cloud, bietet Mandantenverwaltung und passt damit besser in Dienstleistermodelle als viele klassische Enterprise-Werkzeuge.
Der strategische Haken ist, dass Konsolidierung selten Best-of-Breed bedeutet. Ein integriertes Sicherheitsmodul ersetzt nicht automatisch eine spezialisierte EDR-Plattform. Eine gute Backup-Komponente ersetzt nicht automatisch die tiefste VM-Recovery-Funktionalität am Markt. Acronis gewinnt dort, wo Werkzeugreduzierung wichtiger ist als maximale Tiefe in jeder Einzeldisziplin.
Für Organisationen, die Tool-Sprawl bekämpfen müssen, ist das ein realistischer Kompromiss. Für Umgebungen mit hohen Sicherheitsanforderungen oder sehr komplexen Recovery-Szenarien sollte man aber nüchtern prüfen, ob die All-in-one-Erzählung den eigenen Risiken standhält.
MSP360 ist die Wahl für Teams, die ihre Cloud selbst kontrollieren wollen
MSP360 Managed Backup ist weniger ein geschlossenes BCDR-Ökosystem als ein flexibler Backup-Orchestrator mit Bring-your-own-Storage-Ansatz. Die Plattform kann mit Amazon S3, Microsoft Azure, Wasabi, Backblaze B2, IDrive e2 und zahlreichen anderen Speicherdiensten arbeiten. Das macht sie für MSPs und IT-Teams attraktiv, die Cloud-Kosten und Speicherstandorte selbst bestimmen wollen.Dieser Ansatz hat echte Vorteile. Wer bereits einen bevorzugten Objekt-Storage-Anbieter nutzt oder Speicherpreise aggressiv optimieren möchte, kann MSP360 passend einbauen. Unterstützung für Windows Server, SQL Server, Exchange, VMware, Hyper-V und Linux deckt viele typische SMB- und Midmarket-Szenarien ab.
Gleichzeitig verschiebt MSP360 Verantwortung auf den Betreiber. Speicher, Immutability, Egress-Kosten, Lifecycle-Policies und Wiederherstellungsarchitektur müssen sauber geplant werden. Ein integrierter DR-Cloud-Dienst wie bei Datto gehört nicht automatisch zum Paket.
Für preis- und architekturbewusste Teams ist das kein Nachteil, sondern der Grund für die Wahl. Für Organisationen, die eine fertig integrierte Wiederanlaufplattform suchen, kann es dagegen zu viel Baukasten sein.
NAKIVO zeigt, dass SMB-Backup nicht schwach sein muss
NAKIVO Backup & Replication hat sich als pragmatische Option für kleine und mittlere IT-Teams etabliert. Die Plattform schützt VMware, Hyper-V, Nutanix AHV, Proxmox sowie physische Windows- und Linux-Server. Damit deckt sie auch Umgebungen ab, die nicht mehr ausschließlich in den klassischen VMware- oder Microsoft-Schubladen stecken.Der Reiz liegt in der Kombination aus Funktionsumfang und Bedienbarkeit. Instant VM Recovery, Bare-Metal-Restore, granulare Wiederherstellung und anwendungskonsistente Backups für SQL Server, Exchange und Active Directory sind keine exotischen Enterprise-Funktionen mehr. NAKIVO bringt sie in ein Paket, das für kleinere Teams zugänglich bleibt.
Besonders wichtig ist die Unterstützung für Immutability und automatisierte Backup-Tests. SMBs sind längst nicht mehr zu klein, um Ziel von Ransomware zu sein. Im Gegenteil: Gerade kleinere Organisationen sind oft anfälliger, weil sie weniger Security-Personal und weniger getrennte Recovery-Infrastruktur haben.
NAKIVO ist aber keine MSP-Plattform im engeren Sinn. Wer viele Kundenumgebungen zentral, mandantenfähig und mit serviceorientierten Workflows verwalten muss, wird Grenzen spüren. Für interne IT-Teams mit überschaubarem Budget ist es dagegen eine der glaubwürdigeren Wertoptionen.
Die Enterprise-Klasse verkauft Resilienz, nicht nur Wiederherstellung
Cohesity DataProtect, Rubrik Security Cloud, Commvault Complete Data Protection und Veritas NetBackup spielen in einer anderen Gewichtsklasse. Diese Produkte richten sich an Unternehmen, in denen Backup nicht ein System ist, sondern eine Schicht über Rechenzentren, Clouds, Datenbanken, SaaS-Diensten, NAS-Systemen und Compliance-Vorgaben. Hier geht es weniger um einfache Bedienbarkeit als um Kontrolle über enorme Heterogenität.Cohesity DataProtect setzt auf eine scale-out, hyperkonvergente Datenplattform. Backup, Wiederherstellung, Dateidienste und Analytics sollen in einer einheitlichen Architektur zusammenlaufen. Mit DataHawk und Sicherheitsintegrationen positioniert Cohesity die Plattform klar im Markt für Cyber Resilience, nicht nur im klassischen Backup-Segment.
Rubrik Security Cloud verfolgt eine ähnliche Stoßrichtung, betont aber stark die Sicherheits- und Untersuchungsseite. Immutable Storage, air-gapped Konzepte, Bedrohungsanalyse und geführte Recovery zum letzten sauberen Punkt sind auf Ransomware-Szenarien zugeschnitten. Das ist für große Unternehmen relevant, weil dort die entscheidende Frage oft nicht lautet, ob ein Backup existiert, sondern welches Backup sauber genug ist.
Commvault bleibt der Schwerlasttransporter für heterogene Umgebungen. Die Plattform deckt eine enorme Zahl von Betriebssystemen, Anwendungen, Datenbanken, Cloud-Diensten und modernen Workloads ab. Ihre Stärke ist Breite. Ihre Schwäche ist, dass diese Breite Fachwissen verlangt.
Veritas NetBackup wiederum steht für den klassischen Enterprise-Backup-Markt: petabytefähige Skalierung, deduplizierte Speicherung, Tape- und Cloud-Tiering, große Datenbanklandschaften und lange Compliance-Historie. Nach Cohesitys Übernahme des Veritas-Enterprise-Data-Protection-Geschäfts bleibt NetBackup ein wichtiges Produkt, aber nun innerhalb eines konsolidierten Portfolios. Für Kunden ist das Chance und Unsicherheit zugleich: mehr strategische Schlagkraft, aber auch die Frage, wie Roadmaps langfristig zusammengeführt werden.
Ransomware hat die Backup-Checkliste neu geschrieben
Vor einigen Jahren reichte es, nach RPO, RTO und unterstützten Plattformen zu fragen. Diese Begriffe bleiben wichtig, aber sie reichen nicht mehr. Ransomware hat die Backup-Auswahl fundamental verändert, weil Angreifer gelernt haben, Sicherungen gezielt zu suchen, zu löschen oder zu verschlüsseln.Immutable Storage ist deshalb nicht mehr optional. Backups müssen so gespeichert werden können, dass selbst privilegierte Konten sie nicht einfach verändern oder löschen. Das klingt streng, ist aber realistisch: Ein kompromittiertes Admin-Konto ist in vielen Angriffen kein Sonderfall, sondern Teil der Angriffskette.
Ebenso wichtig ist Verifikation. Ein Backup, das nie testweise gestartet wurde, ist ein Versprechen, kein Nachweis. Plattformen wie Datto, Unitrends, Veeam, NAKIVO und andere setzen deshalb auf automatisierte Prüfungen, Screenshot-Verifikation, Sandbox-Recovery oder Testläufe. Der Trend ist eindeutig: Der Markt akzeptiert nicht mehr, dass Wiederherstellbarkeit erst im Ernstfall geprüft wird.
Der dritte Punkt ist saubere Isolation. Enterprise-Plattformen sprechen von Cleanroom Recovery, isolierten Sandboxes oder geführter Wiederherstellung zum letzten sauberen Punkt. Das ist mehr als Marketing. Nach einem Angriff will niemand einen Domain Controller zurückspielen, der die gleiche Persistenz des Angreifers wieder in Betrieb nimmt.
Die Preisliste ist selten der wahre Preis
Backup-Kosten sehen auf Papier oft einfacher aus, als sie sind. Manche Anbieter rechnen pro Workload ab, andere pro Kapazität, wieder andere über Appliance-Größe, Cloud-Speicher, Retention, Supportstufen oder Servicebündel. Hinzu kommen Egress-Kosten, Restore-Gebühren, Cloud-Compute während eines DR-Falls und operative Zeit.Für MSPs ist Vorhersehbarkeit besonders wichtig. Wenn ein Restore Kosten auslöst, die erst im Ernstfall sichtbar werden, ist das ein schlechtes Servicemodell. Kunden wollen im Ausfall wissen, wann sie wieder arbeiten können, nicht welche Cloud-Rechnung gerade entsteht.
Für interne IT-Teams ist die Gleichung anders, aber nicht einfacher. Eine scheinbar günstige Plattform kann teuer werden, wenn sie mehr Personalzeit verlangt. Eine teurere Appliance kann sich rechnen, wenn sie Integration, Verifikation und Wiederherstellung vereinfacht. Der Preis einer Backup-Lösung ist immer auch der Preis ihrer Bedienung.
Deshalb ist der Vergleich „pro Terabyte“ oder „pro Workload“ allein zu flach. Die bessere Frage lautet: Was kostet ein erfolgreich getesteter Wiederanlauf über drei Jahre? Darin stecken Lizenzen, Speicher, Netzwerkkosten, Personal, Tests, Schulung, Dokumentation und die Wahrscheinlichkeit, dass im Ernstfall alles zusammenhält.
Der beste Anbieter ist der, dessen Schwächen zu Ihrem Betrieb passen
Datto SIRIS ist die beste Wahl für MSPs, die ein geschlossenes BCDR-Angebot mit lokaler und Cloud-Wiederherstellung, Mandantenverwaltung und starker Automatisierung benötigen. Seine Schwäche ist gerade die Kehrseite seiner Stärke: Es ist für den MSP-Kanal gedacht, nicht primär für Unternehmen, die alles selbst betreiben wollen.Unitrends ist stark für Unternehmen, die ein all-in-one Backup-System bevorzugen und physische sowie virtuelle Workloads ohne großen Plattformbau schützen möchten. Die Appliance-Logik vereinfacht vieles, kann aber in anspruchsvollen DR-Testarchitekturen zusätzliche Planung erfordern.
Veeam bleibt die naheliegende Wahl für virtualisierte und technisch reife Umgebungen. Es ist mächtig, flexibel und breit integriert, verlangt aber Backup-Kompetenz. Wer Veeam nur „installiert“ und nicht architektonisch betreibt, verschenkt den Vorteil.
Acronis eignet sich für Teams, die Backup und bestimmte Security-Funktionen konsolidieren wollen. MSP360 passt zu Organisationen, die Speicherkontrolle und Cloud-Flexibilität höher gewichten als ein geschlossenes DR-Cloud-Erlebnis. NAKIVO ist die starke SMB-Option für Teams, die gute VM- und Serverabdeckung ohne Enterprise-Schwere suchen.
Cohesity, Rubrik, Commvault und NetBackup gehören in große, heterogene Enterprise-Umgebungen. Dort können sie ihre Stärken ausspielen: Skalierung, Datenklassifizierung, Cyber-Recovery, Legacy-Abdeckung, Datenbanktiefe und Governance. In einer kleinen Umgebung wären sie häufig nicht überlegen, sondern überdimensioniert.
Die Rangliste zählt weniger als der Wiederanlaufplan
Die praktische Lehre aus dem 2026er Backup-Markt ist nicht, dass jedes Unternehmen dieselbe Top-10-Liste abarbeiten sollte. Der Markt ist zu spezialisiert geworden. MSPs, SMBs, Midmarket-IT und globale Enterprises kaufen unter demselben Oberbegriff völlig unterschiedliche Betriebsmodelle.- Datto SIRIS ist die stärkste Wahl für MSPs, die Backup, Disaster Recovery und Mandantenverwaltung als wiederholbaren Service betreiben müssen.
- Unitrends ist besonders sinnvoll für interne IT-Teams, die eine integrierte Appliance- oder virtuelle Appliance-Erfahrung mit überschaubarem Betriebsaufwand suchen.
- Veeam bleibt eine der besten Optionen für virtualisierte Umgebungen, wenn genügend Know-how für Architektur, Sicherheit und laufende Pflege vorhanden ist.
- Acronis, MSP360 und NAKIVO sind keine direkten Ersatzprodukte füreinander, sondern drei unterschiedliche Antworten auf Tool-Konsolidierung, Speicherflexibilität und SMB-Wertorientierung.
- Cohesity, Rubrik, Commvault und NetBackup gehören vor allem dorthin, wo Größe, Heterogenität, Compliance und Cyber-Recovery den Aufwand rechtfertigen.
- Eine Backup-Plattform sollte erst dann als produktionsreif gelten, wenn Wiederherstellungen regelmäßig getestet, dokumentiert und unter realistischen Bedingungen geübt wurden.
References
- Primary source: Kaseya
Published: 2026-06-04T20:40:11.564959
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It’s Official: Cohesity Closes Veritas Acquisition, Claims No.1 Data Protection Software Prize
With the close of Cohesity’s acquisition of Veritas’ enterprise business, the remaining parts of Veritas have been spun into a new company Arctera.
www.crn.com
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Cloud Software Group snaps up data management provider Arctera
The acquisition will see the data management vendor operate as a standalone business within CSG’s wider portfolio
www.itpro.com